Das Sonos Wireless HiFi System unter Android im Test

Netzplayer

13.02.2013
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© Sonos

Aus dem Netzwerk gestreamte Musik in jeden Raum ohne dass Sie aufwändig Kabel verlegen müssen? Das Mehrraum-Audio-System von Sonos verteilt die Musik kabellos in Ihrem Haus und wird bequem über ein Smartphone oder Android-Tablet gesteuert.

Die gute alte Stereoanlage hat vielerorts ausgedient, neue und smarte Lösungen wie der Google Nexus Q [1] oder das Sonos Wireless Hifi System [2] finden besonders bei denjenigen immer weitere Verbreitung, die ihre Musik schon länger in digitaler Form auf der Festplatte lagern. Mit diesen Lösungen spielen Sie Musik aus dem Internet oder ihrem eigenen LAN überall im Haus ab wo ein WLAN zur Verfügung steht. Gesteuert wird die Wiedergabe über ein PC-Programm oder vom Apple- oder Google-Handy aus. Wir schauen uns die Android-Lösung von Sonos genauer an.

Das Sonos-Universum

Die Sonos-Technik basiert auf einem proprietären Standard, so dass die Sonos-Geräte [3] miteinander kommunizieren können. Neben den Playern "Play:3" und "Play:5" mit integriertem Verstärker und Boxen, bietet Sonos mit dem "Connect:Amp" einen Vollverstärker mit 55 Watt Verstärkerleistung an. Der "Connect" schließlich wird an einen herkömmlichen HiFi-Verstärker angeschlossen, er leitet seinen Sound analog über Cinch-Kabel oder digital (optisch oder koaxial) weiter. Zudem gibt es mit dem "Sub" einen zusätzlichen Subwoofer, der einem alleinstehenden Player besserem Sound beschert. Die kompakte Bridge schließen Sie an ein vorhandenes LAN an, so dass die Player komplett über WLAN angesteuert werden, ohne dass einer mit dem LAN verbunden sein muss.

Die Preise für die Geräte variieren von etwa 270 Euro für einen einfachen Play:3 zum Einstieg, über etwa 370 Euro für den stärkeren Play:5-Player mit fünf integrierten Lautsprechern für Raumklang, bis hin zu knapp 470 Euro für den Vollverstärker Connect:Amp. Der Subwoofer ist mit fast 700 Euro das teuerste Gerät von Sonos.

Zum Einrichten der Sonos-Komponenten benötigen Sie einen Windows- oder Mac-OS-X-Rechner mit der mitgelieferten Sonos-Software [4] oder auch nur ein iOS- bzw. Android-Gerät mit der jeweiligen Sonos-Controller-App. Die PC-Software ist zum Einrichten der Hardware nicht zwingend notwendig, was Linux-Usern entgegen kommt, da Sonos bislang noch keine Linux-kompatible Software anbietet. Anfangs muss mindestens eines der Sonos-Geräte an das LAN per Kabel angeschlossen werden, weitere Boxen können dann per WLAN in Ihr Netz eingebunden werden.

Boxen einrichten

Unser Test-Setup aus zwei Play:3, einem Connect:Amp und der Sonos-WLAN-Bridge lässt sich vollständig über ein Android-Handy einrichten. Dazu wird am besten die Bridge (oder eines der anderen Geräte) an das Netzwerk per LAN-Kabel angeschlossen und durch Drücken der Connect-Taste in den Verbindungsmodus gesetzt. Die Sonos-App für Android [5] auf dem Handy entdeckt daraufhin das Gerät und führt den Einrichtungs-Assistent aus. Nach Eingeben der Zugangsdaten zum WLAN und der Angabe der Netzwerkfreigabe mit dem Pfad zur eigenen Musiksammlung auf dem NAS-Speicher im Netzwerk, ist die Bridge einsatzbereit.

Abbildung 1: Weitere Sonos-Geräte müssen Sie über die App in Ihr Netzwerk einbinden.

Die weiteren Player fügen Sie anschließend über Menü | Einstellungen | Sonos-Komponente hinzufügen Ihrem Setup nach und nach hinzu. Einmal eingerichtet behalten die Player ihre Konfiguration, so dass Sie sie an einem beliebigen Ort innerhalb der Reichweite Ihres WLANs aufbauen können, ein Netzwerkanschluss ist nicht zwingend nötig. Ganz im Gegenteil, in den Playen sind Ethernet-Ports integriert, über die sich Computer ohne WLAN in Ihr Heimnetz einbinden lassen. Um weiteren Android-Geräten den Zugriff auf Ihre Sonos-Installation zu erlauben, müssen Sie die Kopplung einmalig für jedes Gerät wiederholen.


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