Der Chameleon-Launcher für Tablets im Test

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02.11.2012
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© Andrei Krauchuk,123rf.com

Der Chameleon Launcher wurde nicht ohne Grund auf den Namen des sich immer anpassenden Tieres getauft. Der neue Launcher bietet viel Platz für die individuelle Gestaltung der Homescreens und auch einige clevere Funktionen, ist er aber auch sein Geld wert?

Der Launcher eines Android-Tablets unterscheidet sich meist nicht großartig von dem eines Smartphones, man hat auf einem Tablet einfach nur etwas mehr Platz für seine Widgets und Icons. Dass im Launcher eines Tablet-Computers jedoch deutlich mehr stecken kann als nur ein simpler Programmstarter und ein bisschen Platz für Info-Schnipsel, zeigen die Entwickler des Chameleon-Launchers für Tablets [1]. Er verwandelt Ihr Tablet in eine Nachrichtenplattform, auf der Sie Ihre wichtigsten News und Events sofort nach dem Entsperren des Tablets im Blickfeld haben.

Erfolg dank Kickstarter

Das Chameleon-Projekt bekam seine Anschubfinanzierung im Juli dieses Jahres über eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne [2]. Ursprünglich war das Ziel 30.000 US-Dollar für die Entwicklung der App einzusammeln. Letztendlich war das Interesse der Android User jedoch so groß, dass fast 67.000 USD über die derzeit äußerst populäre Finanzierungsplattform für Startups zusammen gekommen sind. Genug Geld, um die Entwicklung des Programms in Vollzeit zügig voranzutreiben.

Abbildung 1: Die Widgets des Chameleon-Launchers lassen sich frei in einem groben Raster platzieren.
Abbildung 2: Die Auswahl an Widgets ist noch dünn, weitere Mini-App sollen im Laufe der Zeit folgen.

Die Früchte der Arbeit liegt nun in Form des Chameleon-Launchers für Tablets im Google Play Store vor. Zur Installation der App benötigen Sie ein Android-Tablet mit mindestens Android 3.2, auf älteren Geräten oder Android-Smartphones lässt sich der Launcher nicht installieren. Wir haben den Launcher auf einem Acer Iconia Tab A500 mit Android "Ice Cream Sandwich" 4.0 und einem Galaxy Nexus 7 mit der aktuellen Android-Version Jelly Bean getestet. Die App gehört mit 7,86 Euro (10 US-Dollar) in die gehobene Preisklasse, doch Chameleon ist nicht einfach nur ein weiterer Launcher, wir stellen Ihnen den Launcher detailliert vor.

Layouts für jeden Zweck

Die Oberfläche des Launchers können Sie im Rahmen eines groben Rasters frei mit Widgets bestücken. Dabei greift Chameleon nicht auf die üblichen Android-Widgets zurück, sondern auf ein eigenes Repertoire an Elementen. Zur Auswahl gehören derzeit die Anzeige von E-Mails über Gmail, Nachrichten via RSS-Feeds, soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter und auch simple Widgets wie eine Uhr oder Software-Buttons zum Ab- und Anschalten von WLAN, Bluetooth und Co. Weitere Widgets wie zum Beispiel die Integration von Google+ oder ein Widget zum Abspielen von Musik sind bereits angekündigt, aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verfügbar. Die normalen Android-Widgets lassen sich im Chameleon-Launcher nicht nutzen.

Abbildung 3: Die Auswahl an Widgets ist aktuell noch sehr dünn, weitere Widgets sollen aber noch folgen.
Abbildung 4: Für jede Aufgabe legen Sie einen Homescreen mit einer individuellen Auswahl von Widgets an.
Abbildung 5: Im App-Drawer finden Sie wie gewohnt alle ihre Apps, die wichtigsten ziehen Sie in das Dock.

Apps lassen sich bewusst nicht auf den Homescreens ablegen, sie werden wie bei Android üblich über einen App-Drawer mit allen installierten Apps oder einem konfigurierbares Dock am unteren Bildschirmrand gestartet. Der Platz auf den Homescreens selber soll für Widgets und deren Inhalte frei bleiben.

Die bislang recht bescheidene Auswahl an Widgets ist jedoch aktuell ein großer Kritikpunkt. Setzt man die Chameleon-Widgets nicht mehrfach ein, so kann man kaum zwei Homescreens mit Inhalten füllen. Da die Widgets jedoch recht einfach über HTML, CSS und JavaScript zu schreiben sind und die Schnittstelle zu den Widgets dokumentiert ist [3], können App-Entwickler die Auswahl von Chameleon-Widgets leicht ergänzen. In welchen Umfang externe Programmierer eigene Widgets zu Chameleon beisteuern werden bleibt abzuwarten.


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