Im Test: mc2-Headset von Etymotic

Ohren auf!

26.04.2012
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© Etymotic

Sie hören oft Musik mit Ihrem Android-Smartphone? Dann sind gute Kopfhörer ein Muss. Wir haben das In-Ear-Headset mc2 von Etymotic getestet und sind damit sehr zufrieden.

Abgesehen von ganz wenigen Low-Cost-Androiden gehören eigentlich Ohrhörer zum Lieferumfang jedes Smartphones. Doch die Qualität der mitgelieferten Ohrstöpsel lässt selbst bei recht teuren Smartphones meistens zu wünschen übrig. Also muss für den vollen Musikgenuss ein neues Paar her. Wir haben das In-Ear-Headset mc2 von Etymotic [1] getestet. Es kostet in diversen Internetshops zwischen 90 und 100 Euro.

Vom In-Ear-Erfinder

Etymotic behauptet von sich selbst, die In-Ear-Kopfhörer erfunden zu haben. Die Firma verfügt also über entsprechend große Erfahrung auf dem Gebiet und das merkt man bereits beim Lieferumfang des mc2. Neben dem eigentlichen Headset und einer schwarzen Hülle befinden sich in der Verpackung auch drei alternative In-Ear-Stöpsel für einen bestmöglichen Tragekomfort und Sound. Zudem sind die Kopfhörer mit einem Filter gegen Verunreinigungen ausgestattet, der in etwa die Größe eines Stecknadelkopfs hat. Auch von diesem Filter befindet sich je ein Exemplar in der Etymotic-Box. Ein Wechsel des Filters sollte dann vorgenommen werden, wenn die Sound-Qualität hörbar nachlässt. Je nach Nutzung und Ohr-Hygiene kommen Sie aber über mehrere Jahre mit den Original-Filtern aus.

Abbildung 1: Unter den mitgelieferten Aufsätzen ist für fast jedes Ohr ein passender dabei. Gegen rund 100 Euro Aufpreis lassen sich maßgeschneiderte Otoplastiken erstellen.

Auch für Android

Etymotic bietet das Headset in zwei Versionen an: Die mc3-Version für das iPhone und die Variante mc2 – die wir hier vorstellen – für Android- und andere Smartphones. Das mc2-Headset bringt am rechten Kabel ein Mikro und eine Steruerungstaste mit. Über die Taste lassen sich Anrufe entgegennehmen oder initiieren (je nach Hersteller). Per Doppeldruck springt der Audioplayer zudem zum nächsten Stück. Halten Sie den Button über längere Zeit gedrückt, dann startet Android den Musikplayer.

Allerdings zeigen sich bereits hier große Unterschiede zwischen den Herstellern und Musikprogrammen. So funktionierte das Headset in unseren Tests mit fünf Geräten nur auf dem Galaxy Nexus, dem Motorola Xoom und dem Prada 3.0 by LG korrekt. Auf dem Asus Transformer TF101 hatte die Taste keinerlei Auswirkungen, auf dem Atrix 4G von Motorola startete bei einem Tastendruck stets die Sprachwahl. Diese lässt sich auch nicht deaktivieren oder ausschalten. Immerhin lassen sich so via Headset gezielt Anrufe tätigen, was ebenfalls als Feature durchgeht. Beim Galaxy Nexus oder dem Prada Phone lassen sich hingegen nur Anrufe entgegennehmen, keine tätigen.

Abbildung 2: Auf dem Motorola Atrix startete anstelle des Musik-Players stets die Sprachbefehl-App.

Etymotic wird das Headset in Kürze auch in einer speziellen Box mit Android-Logo anbieten, die dort verpackten Kopfhörer unterscheiden sich technisch aber nicht von den uns getesteten, lediglich in der Farbe (rot und blau, statt schwarz). Ein Headset mit Vor- und Zurück-Taste wird es voraussichtlich nicht für Android geben, da die Funktion nicht fest in Android implementiert ist, somit je nach Hersteller variiert.

Drei Ringe

Android-Smartphones und die meisten Tablets benutzen einen vierpoligen Stecker für Audio-Zubehör. Nur so lässt sich auch die Mikrofon-Funktion des Headsets lösen. Entsprechende Headsets erkennen Sie an den drei schwarzen Ringen am Stecker.


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