Zehn Tools für den Alltag

Android Alltags-Tools

01.03.2012

Im Android Market finden sich jede Menge Gratis-Tools, die sich speziell für den tagtäglichen Einsatz eignen. Wir haben zehn Apps aus den verschiedensten Bereichen getestet – von der Lupe über die Tarifkontrolle bis zur Ersten Hilfe.

History Eraser

Musste man sich früher nach dem Telefonanruf keine Gedanken machen, dass etwaige Privatdaten in falsche Hände geraten könnten, ist die Sachlage im Smartphone-Zeitalter eine andere. Nicht nur, dass man sich bei Google anmelden muss, um in den Genuß der meisten Services zu kommen, und der Datenkrake quasi blind vertraut – auch auf die Liste der eingegangen Anrufe, Kurznachrichten, Familienbilder, Einkauflisten und weiteren Notizen können Unbefugte zugreifen, wenn man nicht entsprechende Schritte einleitet und seine Daten schützt oder löscht.

Möchten Sie Spionageversuchen vorbeugen, ist History Eraser [1] ein sinnvolles Werkzeug, um Ihre Spuren zumindest teilweise zu verwischen. Die App bereinigt den eigenen Androiden von A wie Apps Cache bis Y wie Youtube-Suchverlauf. Im Kurztest führte die App genau das aus, was wir von Ihr erwartet haben, und löschte alle hinterlegten Daten im Handumdrehen – auch empfangene und gesendete MMS und SMS. Welche Inhalte Sie löschen wollen, können Sie vor dem Löschvorgang aus einer Liste auswählen.

Fazit: Man sollte aufpassen, wo man bei History Eraser seinen Haken setzt: Die App löscht schnell und zuverlässig. Sollten Sie auch Bilder oder Notizen löschen wollen, müssen Sie das aber nach wie vor von Hand tun – oder das Smartphone gar nicht erst in fremde Finger geraten lassen. Zu wünschen wäre, dass sich über die App auch aus der Ferne SD-Kartendaten löschen lassen. Wer denkt schon gern daran, dass ein Datendieb die Familienbilder vom letzten Urlaub durchblättert?

Bewertung: ★★★★★

Abbildung 1: Mit dem History Eraser befreien Sie Ihren Androiden von Datenspuren.

Battery Defender

Wie Sie vermutlich schon am eigenen Leib festgestellt haben, sind die wenigsten Smartphones in Sachen Stromverbrauch als sparsam zu bezeichnen. Oft wünscht man sich die Zeit zurück, als eine Woche Laufzeit im Notfall möglich war. Um den Energie-Gelüsten der Androiden ein wenig Einhalt zu gebieten, gibt es Apps wie Battery Defender [2].

Die App teilt sich in drei Modi auf, die getrennt voneinander aktiviert werden können: General Schedule, Night Schedule und Low Battery Mode. Im General Schedule spart die App während der Zeit, in der man nicht schläft, Strom ein. Dies tut sie, indem sie die WiFi- und andere Datenverbindungen unterbricht, wenn Sie nicht unbedingt benötigt werden. 15-20 Sekunden nachdem man den Bildschirm deaktiviert hat, wird die Datenübertragung gekappt.

Wenn man in der Nacht nicht gestört werden und dazu noch Strom sparen will, kann man über die App einen bestimmten Zeitraum festlegen, in dem keine Daten übertragen werden sollen – den Night Schedule. Ist der Bildschirm im Ruhezustand, wird im Low Battery Mode die Datenverbindung nur dann deaktiviert, wenn die Akkuleistung 30 Prozent unterschritten hat. Auf unserem Test-Defy führte Battery Defender zu einer spürbar längeren Laufzeit.

Fazit: Trotz der widersprüchlichen Angaben im Android Market hat uns die App überzeugt. Die Lehre aus solchen App: Anstatt dickere Akkus einzubauen, sollten die Hersteller eher über sparsamere Bauteile nachdenken – oder auf die ein- oder andere Funktion verzichten, die nicht unbedingt benötigt wird.

Bewertung: ★★★★★

Abbildung 2: Battery Defender sorgt für weniger Datentransfer – und längere Laufzeiten.

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