Apps für den Fall der Fälle

Notfall-Apps

29.09.2011
PO-22231-123RF-oneo2_123RF-Rettungshelicopter.jpg

© Oneo2, 123rf.com

Das hat anständig gescheppert – natürlich erst, nachdem es auch anständig gequietscht hat. Keine E-Nummer auf der Verpackung: Hier handelt es sich um einen E-Fall, nämlich einen Ernstfall. Doch was tun? Daheim im bequemen Sessel, beim Philosophieren, da weiß das jeder. Solange man nicht aktiv betroffen ist, ist das sonnenklar. Doch sobald man eine solche Situation selbst erlebt und aktiv werden muss, scheint das Wissen plötzlich wie weggeblasen.

110 & Co

Klar: Wem im Fall des Falles die Nummer 110 nicht mehr einfällt, der denkt auch nicht an eine auf dem Androiden installierte App. Doch kaum hat man die Nummer in der Hektik des Gefechts gewählt, geht das Stottern los: Wie sag ich's am Besten? Und was überhaupt? Welche Details sind wichtig?

Hier souffliert die Mobile Notruf-App für Notfälle [1] (so der volle Name) mit den richtigen Stichworten – wie im linken Bild zu sehen. Frage 1 auch beantworten, selbst wenn es obsolet scheint: Natürlich hat das Smartphone im Hintergrund bereits die aktuelle Position per GPS ermittelt. Doch woher soll der CallCenter-Mitarbeiter am andern Ende der Leitung wissen, ob man selbst direkt am Ort des Geschehens ist – oder den Anruf aus "sicherer Entfernung" tätigt? "Ich sitze hier auf einer Bombe" ist wohl eher unwahrscheinlich…

Achja: Und dann wären da noch die Notruf-Nummern, die nicht jeder im Hinterkopf hat: Gift-Notruf? Frauenhaus? Oder, bei seelischen Notfällen: Telefon-Seelsorge? Die App kennt auch diese.

Abbildung 1: Die mobile Notruf-App liefert die passenden Nummern und souffliert im Notfall.

Alles beisammen?

Als besonders hilfreich könnte sich auch Notfall-Hilfe [2] erweisen. Hier lassen sich nicht nur die eigenen Notfall-Daten hinterlegen (auch ICE genannt; und das hat nichts mit schnellen (oder letzten) Zügen zu tun, sondern steht für In Case of Emergency – also "für den Ernstfall"). Um im Notfall schnell Hilfe zu erlangen, gibt die App nicht nur die passenden Rufnummern an die Hand – sondern auch die aktuelle Position (GPS), welche sich direkt aus der App heraus per SMS oder Mail verschicken lässt. Auch Fotos lassen sich machen, beispielsweise als Beweisaufnahmen bei einem Unfall. Bis professionelle Hilfe eintrifft, ist ja auch noch "Erste Hilfe" angesagt. Und wer erinnert sich noch an die passenden Kurse?

Keine Panik, auch hier steht die App hilfreich zur Seite: Der Ersthelfer bekommt übersichtliche und bebilderte Maßnahmen-Kataloge für die Soforthilfe, für Unfälle, für Feuer und Vergiftung an die Hand. Die App selbst ist gratis, lässt sich aber in dieser Form (abgesehen von I.C.E. und Erster Hilfe) nur innerhalb Deutschlands einsetzen. Ausländische Notrufnummern sind nicht hinterlegt. Dies lässt sich aber zumindest für das europäische Ausland einrichten, indem beim Anbieter ein kleines Zusatzpaket erworben wird. Das geschieht direkt aus der App heraus, die Bezahlung erfolgt über das Market-Konto.

Abbildung 2: Notfall-Hilfe präsentiert unter anderem die wichtigsten medizinischen Daten und gibt Hinweise für die "Erste Hilfe".

Android User Shop

Einzelne Ausgabe
 
Express-Kauf als PDF
Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

Ähnliche Artikel

  • Gerüstet für den Fall der Fälle: Gelbe Seiten Notfall-App

    Die zentrale europaweite Notrufnummer 112 hat man im Fall der Fälle eigentlich immer im Kopf. Haben Sie aber die Nummer des Giftnotrufes im Kopf oder wissen Sie wo die nächstliegende Notfallapotheke gerade offen hat? Die Gelbe Seiten Notfall-App bündelt alle Informationen rund um Dienstleister aus allen wichtigen Branchen wie Gesundheit, Finanzen/Recht, Haus/Auto in einer praktischen Anwendung.

  • Apps für den Notfall

    Smartphones sind nützliche Begleiter in jeder Lebenslage. Dies gilt auch für brenzlige und lebensbedrohliche Situationen. Wir haben die besten Notfall-Apps für Sie zusammengestellt, die Ihnen selbst in kritischen Fällen beistehen und wissen, wie Sie sich verhalten sollen.

  • Notfall im Gebirge? Die Notfall App der Bergrettung Tirol hilft.

    Wer in den Bergen einmal in Not geraten ist, der weiß, wie wichtig die schnelle Alarmierung von Hilfe sein kann, denn oft geht es um Minuten. Im österreichischen Bundesland Tirol gibt es nun eine App, die schnell für Hilfe sorgt - und Vorbild für andere Anwendungen dieser Art sein könnte.

  • Erste Hilfe-App

    Heute präsentieren wir Ihnen ein Tool, das in dieser oder einer anderen Form auf schlichtweg jedem Androiden vorinstalliert sein sollte: eErsteHilfe-Rotes Kreuz. Wer im Android Market auf die Suche nach einer Erste-Hilfe-App geht, findet inzwischen sehr viel - wir haben uns eine der Ersthelfer-Anwendungen herusgepickt und die offizielle App des Landesverbandes Steiermark des Österreichischen Roten Kreuzes genauer betrachtet.

  • Richtiges Verhalten im Katastrophenfall mit der FEMA-App

    Die US-amerikanische FEMA (Federal Emergency Management Agency) bietet eine App an, die im Falle von Katastrophen alle wichtigen Schritte zum Zivilschutz parat hält - vorausgesetzt natürlich, der Androide funktioniert dann noch. Am besten ist es also, man liest sich alles schon im Vorhinein durch.

comments powered by Disqus

Aktuelle Ausgabe

Neueste Artikel

Google Kamera: Neue Kamera-App von Google für alle Android-Geräte ab Version 4.4

Google hat gestern eine neue App in den Play Store eingestellt. Die Google-Kamera-App ist eine Weiterentwicklung der Standard-Kamera-App von Android und ersetzt auf Nexus-Geräten automatisch die bisherige Kamera. Die App lässt sich aber auch auf jedem beliebigen Android-Gerät mit Android 4.4 installieren.

Cal: Any.do Kalender: Schicker Kalender mit Facebook-Anbindung

Gehören Sie zu den 80 Prozent Android-Nutzern, die einfach den vorinstallierten Kalender nutzen oder sind Sie auf der Suche nach einer besseren, vielleicht einfach nur schöneren App? Falls letzteres auf Sie zutrifft, dann sollten Sie sich mal Cal Any.do Kalender anschauen. Dieser Kalender macht sogar Spaß!

Mit F-Secure Freedome VPN sicher per VPN im Internet unterwegs

Mangels ausreichender Datenflatrate benutzen viele Anwender auch im Inland freie WiFi-Hotspots in Cafes, öffentlichen Gebäuden oder vom Nachbarn. Im Ausland ist man durch die mageren Roaming-Pakete fast immer ans WLAN im Hotel gebunden. Doch kann man diesen Netzen vertrauen? Eine Anbindung ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) sorgt für mehr Sicherheit. Wir haben die App von F-Secure getestet.