Im Test: Weltbild Tablet PC 4

Bereits vor einem Jahr schickte der Weltbild-Verlag ein Android-Tablet ins Rennen um das beste Weihnachtsgeschenk. Vom damaligen Tablet waren wir alles andere als angetan. Jetzt haben der Verlag und Cat Sound nachgebessert -- erfolgreich, wie unser Testbericht zeigt.

Beim Weltbild Tablet PC 4 handelt es sich um ein Android-Tablet mit 8-Zoll-Display, einer 1,2 GHz schnellen Dual-Core-CPU, 1 GByte RAM und 8 GByte internem Speicher. Aktuell gibt es das Tablet beim Weltbild-Verlag und in einigen anderen Online-Shops für rund 180 Euro. Für 199 Euro erhalten Sie bei Google Play das Nexus 7 mit 16 GByte internem Speicher. Welches Tablet bietet nun das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis?

Die Benchmark-Resultate des Tablet PC 4 können durchaus überzeugen.

Das neue Weltbild-Tablet ist nichts für Android-Fans, die immer die neueste Android-Version auf Ihrem Gerät haben möchten. Mit Android 4.0.4 ist die Version auf dem Tablet PC 4 eher schon etwas angestaubt,  ziemlich sicher dürfte das Tablet aber noch ein Update auf Android 4.1 bekommen, was aus Performance-Sicht für viele Verbesserungen sorgen dürfte. Das Weltbild-Tablet besitzt zudem auch kein GPS-Modul und kein wirklich hochauflösendes Display. Hier bietet das Nexus 7 mehr. Wo es hingegen punkten kann, sind die Erweiterungsmöglichkeiten. So befindet sich im Lieferumfang ein USB-OTG-Kabel, sodass Sie zum Beispiel externe Festplatten an das Tablet anschließen können. Auch ein Micro-HDMI-Ausgang ist vorhanden. Er lässt sich nicht nur so ansteuern, dass die Inhalte des Tablets auf einen Fernseher oder HDMI-fähigen Monitor übertragen werden, sondern eine extra vorinstallierte App erlaubt es auch, das Android-Tablet quasi als zusätzliche Display-Fläche zu benutzen.

Welche Auflösung hättens denn gerne?

Einen weiteren Pluspunkt holt sich das aktuelle Weltbild-Tablet mit dem MicroSD-Kartenslot. Damit können Sie den Speicher problemlos um bis zu 32 GByte erweitern. Im Vergleich zu anderen "Noname"-Tablets ist das Tablet zudem Google-zertifiziert, sodass Sie auf das komplette Google-Angebot zugreifen können.

Der Homescreen des Tablets. Die oberen fünf App haben wir installiert.

Nun gibt es aber auch Schattenseiten: Das Display eignet sich für das Filmeschauen nicht optimal. Das liegt nicht etwa an der Auflösung oder an der Helligkeit. Es ist einfach zu wenig entspiegelt und gleichzeitig sehr anfällig für Fettflecken. In der Kombination leider nicht optimal. Um E-Mails zu lesen oder im Web zu surfen, eignet sich das Tablet aber optimal. Ebenfalls nicht ganz zufrieden waren wir mit der Performance bei Spielen. Shadowgun oder Dead Trigger liefen zwar komplett flüssig, aber etwa bei Asphalt 7 waren doch sehr starke Ruckler zu sehen. Das dürfte eigentlich mit der verbauten Mali-400-GPU nicht passieren.

Fazit

Wer auf der Suche nach einer Zwischenlösung zwischen dem Nexus 7 und 10-Zoll-Tablets ist, der findet mit dem Weltbild Tablet PC 4 einen sehr guten Kompromiss. Die verbaute Hardware ist gut genug für praktisch alle Spiele und Aufgaben, an der Software lässt sich bestimmt auch noch etwas drehen. Insofern können wir das Tablet als Weihnachtsgeschenk empfehlen. Online ist das Tablet aktuell zwar lieferbar, der Verlag kann jedoch keinen rechtzeitigen Versand zu Weihnachten garantieren. In den Weltbild-Filialen gibt es aber noch genügend Stückzahlen des Tablets.

Zum Weltbild-Shop

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